Deutsche Version English version  
TKP » Veranstaltung

Qualität für Kinder und Familien

Fachtagung an der PH Schwäbisch Gmünd

Tagung am 26. Oktober 2018 

UhrzeitProgrammpunkt

08.30 Uhr

                                         

Ankommen, Registrierung, Tagungsunterlagen, Café

 

09.30 Uhr

 

Grußwort

Prorektor Prof. Dr. Lutz Kaspar, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

09.45 Uhr

 

Einführung in die Tagung

Prof. Dr. Dagmar Kasüschke, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

10.00 Uhr

 

Grußwort & Perspektiven des Kultusministeriums Baden-Württemberg auf die Qualität für Familien und Kinder in Institutionen

Ilse Petilliot-Becker, MR'in, Kultusministerium Baden-Württemberg

10.30 Uhr

 

Hauptvortrag 1: Qualität und Monitoring in der Arbeit mit Kindern und Familien - aktuelle Diskurse und Trends

Prof. Dr. Stefan Faas, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

11.15 Uhr

 

Pause

 

11.30 Uhr

 

Hauptvortrag 2: Perspectives on quality and access in Swedisch preschools

Prof. Dr. Susanne Garvis, Universität Göteborg (Schweden)

12.15 Uhr

 

Pause

 

13.30 -

15.15 Uhr

 

Vier parallele Foren - siehe Abstracts

 

15.45 Uhr

 

Hauptvortrag 3: Pädagogische Qualität - Effekte und Verbesserungsmöglichkeiten

Prof. Dr. Wolfgang Tietze, PädQUIS Berlin, Freie Universität Berlin

16.30 Uhr

Tagungsende

 

 

Abstracts der Hauptvorträge

Hauptvortrag 1: Qualität und Monitoring in der Arbeit mit Kindern und Familien - Aktuelle Diskurse und Trends

Die Frage, wie gleichwertige Lebensverhältnisse und Bildungschancen für alle Kinder befördert werden können, prägt seit Anfang der 2000er Jahre die bildungspolitische und fachwissenschaftliche Diskussion über Erziehung und Bildung. Und: Sie fokussiert dabei nicht allein auf Schule, sondern bezieht zunehmend den Bereich der außerschulischen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe mit ein. Dabei stehen seit einiger Zeit die Kindertageseinrichtungen bzw. deren Qualität im Mittelpunkt des Interesses, aber auch der Ausbau und die Ausgestaltung von Familien- und Elternbildung sowie weiterer Unterstützungsangebote für Kinder und Familien sind Gegenstand der fachlichen Auseinandersetzung. Im Vortrag werden die verschiedenen Diskurslinien und Entwicklungen in diesem Kontext nachgezeichnet und reflektiert. Dabei wird ein besonderer Akzent auf die Frage der Bestimmung und Feststellung pädagogischer Qualität gelegt und - mit Blick auf die Kindertageseinrichtungen - die Möglichkeit eines Qualitätsmonitoring erörtert.

Prof. Dr. Stefan Faas, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

 


 

Hauptvortrag 2: Perspectives on quality an access in Swedish preschools

By world standards, Sweden is able to provide high quality ECEC that is available to all children. However, national reports have highlighted a number of challanges for the municipalities that have consequences for preschool quality, especially around access inequality. The Swedish preschool system faces new challenges of working with children from diverse backgrounds, finding suitably qualified staff, staff-child ratio numbers and working within a public management agenda. In Sweden, education equality is viewed through the lens of 'equivalence'. The Swedish Education Act stipulates that preschool is equivalent when all children are offered a preschool of high quality. The objective of the presentation is to provide deeper insights into the development and implementation of political strategies that adress inequality in access to ECEC in Sweden as well as share current findings on quality within Swedish preschools.

Prof. Dr. Susanne Garvis, Universität Göteborg (Schweden)

 


 

Hauptvortrag 3: Pädagogische Qualität - Effekte und Verbesserungsmöglichkeiten

Gute pädagogische Qualität stellt eine der aktuellen Herausforderungen im Früherziehungssystem dar. Der Beitrag gibt anhand ausgewählter Untersuchungen einen Überblick über die Effekte guter pädagogischer Qualität, berichtet anhand repräsentativer Daten über den Stand der Qualität in deutschen Kindertageseinrichtungen und diskutiert Möglichkeiten der systematischen Qualitätsverbesserung auf der Grundlage des Nationalen Kriterienkatalogs "Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder".

Prof. Dr. Wolfgang Tietze, PädQUIS Berlin, Freie Universität Berlin

Abstracts der vier parallelen Foren

Forum 1:  Qualitätsmonitoring in Tübinger Kindertageseinrichtungen                    Ann-Marie Kaiser & Jutta Hofmann, Stadt Tübingen                                                  Sabrina Dahlheimer, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Seit 2014 führt die Stadt Tübingen ein Qualitätsmonitoring in den städtischen Kindertageseinrichtungen durch. Auf der Basis einer durch die Universität Tübingen bzw. die PH Schwäbisch Gmünd jährlich durchzuführenden Struktur- und Prozessbeobachtung werden systematisch qualitative Stärken und Entwicklungspotentiale des frühpädagogischen Angebots erfasst und berichtet. Ziel ist es, umfassende Daten für eine passgenaue Weiterentwicklung der Qualität frühpädagogischer Bildungs- und Betreuungsarrangements zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Grundlage haben der Träger und die beteiligten Einrichtungen verschiedene Maßnahmen und Strategien zur Qualitätsentwicklung und -sicherung auf den Weg gebracht und umgesetzt.

Im Forum werden sowohl das Konzept des Monitorings, das methodische Vorgehen und zentrale Ergebnisse als auch die konkrete Qualitätsarbeit auf der Grundlage dieser Ergebnisse sowie spezifische organisationale Entwicklungen berichtet und diskutiert.

 



Forum 2: Die Qualitätsdiskussion in der Schulkindbetreuung

Prof. Dr. Dagmar Kasüschke & Maria Bader, M.A., Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Die Zahl der in Deutschland ganztägig an Schulen betreuten Kinder steigt seit Jahren kontinuierlich an. Die Betreuungsformen variieren erheblich von Bundesland zu Bundesland, von Kommune zu Kommune, von Schule zu Schule. Einheitliche Regelungen zum Betreuungsumfang, zum Personal, zu den Räumen...sind derzeit (noch) nicht Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Mit dem Ausbau und dem im Koalitionsvertrag verankerten Rechtsanspruch auch für Schulkinder, nehmen die Fragen nach den Wirkungen von Ganztagsschulangeboten und ihrer Qualität zu. Erfüllen sich die 2001 von der Kultusministerkonferenz formulierten Erwartungen an die ganztägige Betreuung? Trotz groß angelegter Studien (StEG, 2010) gibt es mehr Fragen als Antworten.

Das Diskussionsforum greift die Situation der Ganztagsschulen auf und nähert sich der Frage, welche Möglichkeiten der Evaluation für Ganztagsschulen tragfähig sind und diskutiert verschiedene Aspekte von Qualität ganztägiger Betreuung.

 



Forum 3: Qualität in der Familienbildung                                                                         
Rosemarie Daumüller, Landesfamilienrat Baden-Württemberg                                  Alexandra Schmider, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg          Dr. Stephanie Saleth, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg                        Martina Müller, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Die Bedeutung von Angeboten der Eltern- und Familienbildung in Baden-Württemberg wurde im Jahr 2014 mit der Neuauflage des Landesprogramms STÄRKE untermauert. Darüber hinaus erarbeitet der Landesfamilienrat seit einiger Zeit im Auftrag des Ministeriums für Soziales eine "Rahmenkonzeption Familienbildung Baden-Württemberg" zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität entsprechender Angebote für Eltern. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf Aspekten der Planung und Steuerung - nicht zuletzt mit Blick auf die Qualitätssicherung von Familienbildung.

Im Forum wird vor diesem Hintergrund die Weiterentwicklung von Familienbildung in Baden-Württemberg thematisiert und diskutiert. 



Forum 4: Qualität sozialpädagogischer Angebote aus der Perspektive der Adressat_innen

Prof. Dr. Gunter Graßhoff, Universität Hildesheim 
Heinrich Schutz, Albert-Schweitzer- Kinderdorf e.V. Waldenburg
Steffen Geiger, Pädagogische Hochschule Schäbisch Gmünd

Sozialpädagogik als professionelle Praxis stellt Angebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in verschiedensten Lebenslagen und mit unterschiedlichsten Unterstützungsbedarfen bereit. Durch gesellschaftliche Trends und fachwissenschaftliche und -politische Diskurse werden von diesen Angeboten vermehrt eine Überprüfung eingefordert und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung diskutiert. Zunehmend rücken in diesem Zusammenhang und bei der Gestaltung professioneller Angebote die Stimmen und Lebenswelten der Adressat_innen als Nutzer_innen der Angebote in den Blick fachlicher Auseinandersetzungen. 

Vor diesem Hintergrund stehen im Forum Fragen danach im Mittelpunkt, was unter Adressat_innen sozialpädagogischer Angebote zunächst zu verstehen ist, wie die Perspektiven dieser in Bezug auf deren Einschätzung zu Qualität erfasst und in Qualitätsentwicklungsmaßnahmen sowie bei der Konzeption von Angeboten einbezogen werden können.